Seosan in Südkorea war der Veranstaltungsort der ersten globalen Versammlung für die Erhaltung von Zugvogelrouten. Experten für die Erhaltung von Zugvögeln aus der ganzen Welt diskutierten die wichtigsten Probleme für Zugvögel. Die Jägerschaft wurde durch FACE CEO Angus Middleton vertreten. Er stellte die Beiträge der Jäger in Europa für die Erhaltung der Zugvogelrouten vor.

Was machen Jäger?
FACE engagiert sich in vielen wichtigen multilateralen Umweltabkommen und übernimmt auch bei AEWA (dem Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommen) als Organisation mit Beobachterstatus eine sehr aktive Rolle. So hatte FACE ebenfalls an der Sitzung des Technischen Ausschusses von AEWA im September teilgenommen und rüstet sich für die Sitzung des Ständigen Ausschusses im November.
Auf europäischer Ebene stellt die Vereinbarung zwischen BirdLife und FACE die wichtigste Partnerschaft dar. Sie begann vor 5 Jahren mit einer Vereinbarung zur Achtung der Vogelrichtlinie der EU, hat sich aber seitdem durch regelmäßige bilaterale Treffen und gemeinsamen Aktivitäten in anderen Bereichen der Naturerhaltung (z.B. der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU) weiterentwickelt.
FACE und seine Mitglieder unterstützen ebenfalls die Forschung und Überwachung von Zugvögeln, etwa durch die aktive Beteiligung der Nordischen Jagdvereinigungen innerhalb des NOWAC-Netzwerkes (Nordic Waterbirds and Climate Network) und die Unterstützung des Europäischen Institutes für das Management von Wildvögel und ihrer Habitate OMPO.
Auf nationaler bzw. Standortebene führen Jäger tausenderlei Aktivitäten durch. Hierzu gehört etwa der internationale Club der Schnepfenjäger (Club International des Chasseurs de Bécassines (CICB) in Frankreich, der sich mit Lebensräumen und der Erforschung von Schnepfen ebenso wie mit der Schnepfenjagd beschäftigt.
Es gibt ebenfalls Aktionen für bedrohte Arten wie etwa der Zwergans (Anser erythropus). So kooperieren zum Beispiel in Ungarn alle regionalen und lokalen Jagdverbände über den Einsatz eines Signalsystems miteinander und sorgen somit bei Schlüsselstandorten für eine kontrollierte Jagd während der Migrationsdauer der Vögel.
Alle diese Aktionen erfordern allerdings einen noch stärkeren Zusammenhalt. FACE hat mit seinem Manifest für die Biodiversität hierfür ein ehrgeiziges Programm entwickelt, das mit 34 Aktionen für mehr Koordination und Geschlossenheit unseres Engagements für die Naturerhaltung sorgen will. Eine Weiterentwicklung des Programmes und Aktualisierungen hierzu erfolgen in Abstimmung mit den weiteren Prozessen auf EU-Ebene sowie weltweit bis 2020.
Es gibt noch viel zu tun; allerdings haben sowohl Jägerschaften wie Vogelschützer bei aller Unterschiedlichkeit doch auch wichtige gemeinsame Punkte der Zusammenarbeit für eine durchgreifende Erhaltung der Vogelzugrouten, die ja im Interesse aller ist.
Im Rahmen unserer Verpflichtung zur Gewährleistung einer optimalen Erhaltung der Vogelzugrouten wird FACE auf der COP-10 –Konferenz des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wilden Tierarten CMS in diesem Monat in Norwegen über seine Erfahrungen und Informationen berichten
Weitere Informationen über unsere Arbeit für die Zugvögel finden Sie unter: http://www.face.eu/com_news-de_migratory-birds.html.
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